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Mittwoch, 12. November 2014

Die Mietpreisbremse genügt Michael Müller nicht

Politik und Gesellschaft   |   Mietpreisbremse


Blick über die Schönhauser Allee: Gerade in
Prenzlauer Berg sind die Mieten rapide gestiegen
Anfang Oktober hat die Bundesregierung die Mietpreisbremse beschlossen. Doch von allen Seiten hagelt es Kritik. Berlins Bürgermeisterkandidat Michael Müller plant weitergehende Maßnahmen.

Seit über einem Monat ist eines der Vorzeigeprojekte der großen Koalition beschlossene Sache: Das Kabinett billigte Anfang Oktober den „Gesetzentwurf zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten“ - die Mietpreisbremse. „Die Regelung wird dazu beitragen, dass Mieten auch für Normalverdiener bezahlbar bleiben“, erklärte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nach dem Kabinettsbeschluss. In der ersten Jahreshälfte 2015 soll das Gesetz in Kraft treten. Doch es mehrt sich die Kritik von allen Seiten.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Eine Verlegenheitslösung für Berlins prominenteste Brache

Stadtentwicklung   |   Tempelhofer Feld
Schnittig und umstritten:
Ein Entwurf für die Bebauung am Tempelhofer Feld.
Der Termin für die Abstimmung über die Zukunft des Tempelhofer Feldes steht fest. Am 25. Mai können die Berliner wählen: Ein naturbelassenes Feld oder Randbebauung inklusive ZLB. Doch sind nicht beide Vorschläge unausgegoren?

Der 25. Mai wird großer Wahltag in Berlin. Anders als beim Volksentscheid über die Rekommunalisierung des Stromnetzes entschied der Berliner Senat, zwei Abstimmungen an einem Tag abzuhalten. So wird der Volksentscheid über die Zukunft des Tempelhofer Feldes zur selben Zeit stattfinden wie die Wahl zum europäischen Parlament. Entschieden wird über zwei gegensätzliche Vorschläge. Die Initiative "100% Tempelhofer Feld" fordert, das Feld unbebaut und im jetzigen Zustand zu belassen. Der Senat möchte es an den Rändern mit gemischter Nutzung bebauen und am süd-westlichen Ausgang einen Neubau für die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) errichten. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten kann sich der Bürger also wählen. Entweder - oder; hop oder top, Ja oder Nein. Doch was, wenn man mit beiden Varianten nicht glücklich ist?

Dienstag, 28. Januar 2014

Wohin mit dem Alexanderplatz?

Stadentwicklung  |  Alexanderplatz
Neuer Blickfang am Alex:
Frank Gehrys Entwurf
21 Jahre nach Hans Kollhoffs Masterplan für den Alexanderplatz scheint das erste Hochhaus dort Realität zu werden. Doch was auf den ersten Blick wie ein positives Signal erscheint, lässt tatsächlich keine gute Zukunft für den Platz erahnen.

150 Meter soll es hoch sein, Wohnungen in allen erdenklichen Größen bieten und den ersten Schritt auf dem Weg frei machen zum langersehnten weltstädtischen Antlitz des Alexanderplatzes in Berlin-Mitte. Ein Hochhaus mehr für die Hauptstadt, noch dazu von einem namhaften Architekten. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dieses Vorhaben wäre ein gutes Zeichen für die Entwicklung des Alexanderplatzes, des Berliner Zentrums, ja sogar für die ganze Stadt. Doch genau das, was am Alexanderplatz vermieden werden soll, könnte mit diesem Hochhaus eintreten.

Freitag, 6. September 2013

Die Brache liegt im Auge des Betrachters

Stadtentwicklung   |  Kulturforum

Brachfläche oder Ort der Kultur: Blick auf das Kulturforum
In seinem Artikel “Die Edelbrache am Potsdamer Platz” fällt Harald Jähner vernichtende Urteile über das Kulturforum in Berlin-Tiergarten. Ein “Ort der Unkultur sei es, eine absurd unwirtliche Stadtlandschaft”. Das mag auf den ersten Eindruck zutreffen, doch anstatt die Grundidee des Forums zu verdammen, sollte man eher über ihre Verwirklichung nachdenken.

Vom Süden her kommend, wirkt es in der Tat wie ein Loch in der Stadt. Zur rechten Hand türmt sich die Staatsbibliothek auf, zur linken liegt eine scheinbar dahingewürftelte Landschaft an modernen Kuben und in der Mitte tost die Potsdamer Straße mit ihrem überdimensionierten Mittelstreifen. Doch nichts davon ist zufällig. Dem Gebiet, das 1964 unter Hans Scharoun entwickelt wurde, liegt eine Idee zu Grunde, die zwar aus einer anderen Zeit stammt, den Platz jedoch so nachhaltig geprägt hat, dass sie es nicht, verdient, einfach als überholt betrachtet zu werden.